Tambourkorps Mellrich veranstaltet erstmalig ein Weihnachtskonzert

Ungewohnte Klänge in der Pfarrkirche St. Alexander zu Mellrich

am 19. Dezember 2010

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Manuel Mendelin, seit einem Jahr erster Vorsitzender des Tambourkorps Mellrich e.V. begrüßte nach dem Erklingen des Präludiums von Marc-Antoine von Charpentier, Gäste aus Nah und Fern zum Weihnachtskonzert in der heimischen Pfarrkirche St. Alexander zu Mellrich. Dieses ist das Erste seiner Art für den durch Marschmusik geprägten Tambourkorps, welcher jedoch schon bei einigen früheren Konzerten zeigen konnte, dass Musik neben Preußens Gloria und Co. auch mit den üblichen Spielmannsflöten möglich ist.
Das Tambourkorps erlebte zu Beginn des Jahres 2010 einen Generationswechsel im Vorstand und weist nun ein Durchschnittsalter von 23 Jahren auf. Manuel Mendelin wurde erster Vorsitzender und arbeitet eng mit der zweiten Vorsitzenden Anja Koch zusammen. Ebenso engagiert sind der Geschäftsführer Claus Cordes und Jens Adamietz, der den Posten des Kassierers neu besetzte. Jugendsprecher wurde Oliver Redder, Beisitzerinnen sind Kira Adamietz und Annika Henke. Nach einer Dienstzeit von 23 Jahren übergab der langjährige (Ehren-)Dirigent Georg Weißnicht seinen Posten an Sven Weber. Dieser verkündete bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2010, dass erstmalig ein Weihnachtskonzert stattfinden solle und setzte sich und dem Verein neben dem täglichen Geschäft ein Ziel für das kommende Jahr. "Eine Herausforderung, sowohl für mich, als auch für den Verein", verkündete neuer Dirigent Sven Weber.
So war die Idee geboren und die Probenarbeiten begannen im Herbst des letzten Jahres. Zunächst wurden die Stücke im Vereinsheim des Tambourkorps einstudiert. Kurz vor dem Konzert folgten dann die Probenarbeiten in der Pfarrkirche und alle Musiker waren überrascht, aber auch angetan von den ungewohnten Klängen, die ihre Instrumente in der Kirche erklingen ließen. Doch nicht nur die gewohnten Flöten- und Trommelklänge waren zu hören, sondern auch E-Bass und E-Gitarre zählten dazu. Sie gaben dem Stück Phantom der Oper den letzten musikalischen Schliff. Auch Kesselpauken kamen bei den Stücken Präludium, Discover Christmas und Tanz der Rohrflöten zum Einsatz. Letzteres ist ein Ausschnitt aus dem bekannten Weihnachtsballett Der Nussknacker und zeichnete sich durch die wechselnde Dynamik und Melodieführung in den einzelnen Registern aus. Weitere Highlights waren das aus dem 90er-Jahre-Film stammende Thema aus Sister Act und die vor allem in den letzten Jahren berühmt gewordene schottische Melodie aus Highland Cathedral.
Auch eine besinnliche, weihnachtliche Geschichte wurde vorgetragen und gab mit dem Resümée "Licht ist das, was der Mensch braucht" den Zuhörern etwas Schönes mit auf den Heimweg. Das Weihnachtskonzert endete mit dem altbekannten "Oh, du Fröhliche", welches der Tambourkorps mit Orgelbegleitung durch Ehrendirigenten Georg Weißnicht und dem kräftigen Gesang der Zuhörer erklingen ließ. Eine Zugabe ließ sich der Verein auch nicht unter den Rufen entgehen und spielte noch einmal Highland Cathedral.
Nach dem Konzert wurden Spenden entgegen genommen, die zur einen Hälfte, der eng mit Mellrich verbundenen, Ordensschwester Julia Lenze, als finanzielle Unterstützung Ihrer Missionsarbeit in Afrika dienen sollen. Die andere Hälfte der Spenden kommt der Jugendarbeit im Tambourkorps zu Gute. Schließlich wurden alle Musiker und Zuhörer zu einem Ausklang ins Vereinsheim des Tambourkorps eingeladen, wo noch ein paar gesellige Stunden verbracht wurden. Die Meinungen der Zuhörer waren durchweg positiv und auch etwas skeptische, dennoch neugierige Gäste konnten in den gut 60 Minuten überzeugt werden. "So ein Konzert werden wir definitiv wiederholen, jedoch nicht im kommenden Jahr. Es soll ja auch etwas Besonderes bleiben", teilte Dirigent Sven Weber abschließend mit.
Manuel Mendelin

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